Aktuell kämpft Ramona Ruthenbeck mit dem TVB Wuppertal um den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga. Dort wird „Rambo“ in der kommenden Spielzeit allerdings definitiv nicht mehr spielen. Die aktuell zweitbeste Torschützin der Liga (135 Tore) wechselt vom TVB zu den Frauen des Bergischen HC und soll dort mithelfen, die ambitionierten Ziele des Solinger Unternehmers Michael Kölker zu erreichen.

Um dieses Ziel zu erreichen, hat Kölker den Ex-Profi Max Ramota als Sportlichen Leiter und Trainer Lars Faßbender mit (fast) allen Vollmachten ausgestattet. Mit diesen können sie jetzt aus dem Vollen schöpfen. Mit der Verpflichtung dürften die BHC-Verantwortlichen sich im TVB-Lager endgültig die letzten Sympathien aufgebraucht haben. Hatte doch Ramota die Anfrage des TVB für eine Spielgemeinschaft, über deren Existenz Stillschweigen vereinbart worden war, in die Öffentlichkeit gebracht. Damit wurde letzten Endes auch die große Finanzkrise der Wuppertaler bekannt. Nur durch einen Kraftakt von Sponsoren, privaten Spendern und der Bürgschaft durch einen sportbegeisterten Finanzberatungs-Unternehmer aus Remscheid sowie dem Eingeständnis der gesamten Mannschaft konnte der TVB am Montag die Lizenz beantragen.

© BHC

Der BHC war in der vor Kurzem annullierten Spielzeit auf dem Spitzenplatz der Oberliga und hofft insgeheim auf eine Aufstiegsrunde, die vom HVN bisher allerdings abgelehnt wird. Wie immer die Entscheidung des Verbandes letztlich ausgeht, der BHC behält seine Ziele fest im Visier. Mit Torwarttalent Ina Federschmidt (von den Tussies Metzingen), Laetitia Karsch  (Adler Haan) und Felicia Idelberger (FC Köln) konnten die Löwen schon vorher mindestens 3. ligaerfahrene Spielerinnen verpflichten. Mit Ruthenbeck wird der Bergische HC sicherlich nicht schwächer.

Die 25-Jährige Torjägerin sieht in ihrer sportlichen neuen Heimat großes Potential und hofft, den zuletzt vermissten Spaß am Handball wiederzufinden: „Mich hat das lang angelegte Konzept, die Trainingsmöglichkeiten sowie die professionellen Rahmenbedingungen im neuen Leistungszentrum an der Kanalstraße überzeugt.“  Dies liegt nur 15 Autominuten von ihrem Wohnort entfernt, weshalb Ruthenbeck auch von der Nutzung des neuen 240 qm großen Athletikraums häufig Gebrauch machen wird.

Von Redaktion

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