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Pünktlich zur dunklen Jahreszeit wird es finster. Richtig finster. Und richtig lustig. Mit „HANDBALLHARDCORE KREISKLASSE – Höhepunkte am Karrieretiefpunkt“ kommt der Nachfolger von Daniel Duhrs Handball-Bestsellern „Handballhölle Bezirksliga“ und „Handballhimmel Kreisliga“ auf den Markt. Es ist das Finale der Buchreihe und beschreibt unzensiert und ungeniert den Amateurhandball in Reinkultur. Im Interview erzählt der Handballer, Handballfan und Handballjournalist von Verletzungen, bei denen nur noch IBU 800 und Tapeband helfen, vom Eins-gegen-Eins gegen sich selbst und von Abteilungsleitern, die einen 450-Euro-Job machen – nur ohne 450 Euro.

Ihr neues Buch heißt „Handballhardcore Kreisklasse – Höhepunkte am Karrieretiefpunkt“. Was genau ist denn Hardcore an der Kreisklasse?
Daniel Duhr: 
Alles. Hier tummelt sich der technische Bodensatz des Handballs, die konditionelle Unterschicht, all jene, die in ambitionierten Mannschaften ungebremst durchs Raster gefallen sind.

Das klingt ja schlimm. Und wer sorgt dann für die Höhepunkte am Karrieretiefpunkt?
Duhr: 
Dieselben Spieler. Denn genau diese Handballer sind Teil des unter Schutz stehenden Handballkulturerbes. Die Basis der schönsten Sportart überhaupt, tausende talentfreier aber toller Menschen. Waschechte Handballer, die waschechte Geschichten erzählen.

Und diese Geschichten haben Sie für die Handball-Familie aufgeschrieben – wie in den ersten beiden Büchern auch.
Duhr: 
Ja. Ich schreibe über das, was den Amateurhandball ausmacht. Über das, was in der Halle passiert – aber auch und vor allem über das, was außerhalb des Spielfelds passiert. Geselligkeit, Zusammenhalt, Freundschaft, Feste feiern und feste feiern. Ich erzähle die Geschichten, die das Handballerleben von ganz allein erzählt. Deswegen funktioniert die Buchreihe auch so gut.

Mit Ihren ersten beiden Büchern „Handballhölle Bezirksliga“ und „Handballhimmel Kreisliga“ haben Sie es ohne Verlag bis auf Platz eins der Amazon-Handball-Bestsellerliste geschafft. Duhr: Das stimmt. Am Stift bin ich offensichtlich deutlich erfolgreicher als am Ball.

„Handballhardcore“ ist jetzt das dritte Buch über Amateurhandball – gibt es denn so viel zu erzählen?
Duhr: 
Und ob! Ich selbst blicke jetzt auf 30 Jahre Amateurhandball zurück. Da hat sich einiges angehäuft. Zudem spiele ich auch nach wie vor in der Bezirksliga, da kommen beinahe wöchentlich neue Geschichten hinzu. Und seit ich mit den Büchern angefangen habe, erreichen mich zunehmend auch lustige und teils irre Geschichten aus vielen anderen Vereinen.

Zum Beispiel?
Duhr: 
Ich will die Überraschung nicht nehmen – aber es geht um Anspiele, die per Stemmwurf beim eigenen Mitspieler im Gesicht einschlagen, um blaue Flecke und blaue Wunder, um volle Zuschauer und leere Tribünen. Aber auch um Psychospielchen am Siebenmeterpunkt und Hausmeister, die in den Spielverlauf eingreifen.

Sie schreiben auch vom „Nullkontakt“. Das ist vermutlich eine Glosse über die Regelbesonderheit bei der Schrittfolge – oder geht es hier zur Abwechslung mal um das ernste Thema Corona?
Duhr: 
Tatsächlich gibt es auch einen ernsten Abschnitt über die Auswirkungen von Corona auf den Handball. Aber auch hier gibt es real-komische Aspekte. Nehmen wir nur das Thema „Corona- Schutzmaßnahmen“: Kein Körperkontakt, Bewegungsradius einschränken, viel trinken. Das haben wir alles auch schon vor Corona gemacht …

Daniel Duhr

Daniel Duhr ist am 17. Februar 1984 im Drei-Städte-Eck zwischen Düsseldorf, Essen und Wuppertal, im beschaulichen Velbert nahe des Birther Sportpalasts, per Dreher zur Welt gekommen. Dank ein paar guter Anspiele fasste der Spanien- und Schnitzel-Liebhaber nach seinem Sportwissenschaft- und Spanischstudium bei der Westdeutschen und der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung Fuß und spielt nach einer Ausleihe als Söldner ins Agenturleben sowie einigen persönlichen Fouls und Verletzungen jetzt als Redakteur an der Düsseldorfer IST-Hochschule für Management in der Pressestelle.

Sie haben mit Weltmeister Oliver Roggisch erneut einen der bekanntesten Handballer Deutschlands für das Vorwort gewinnen können. Wie das?
Duhr: 
Ich habe über Andy Schmid von den Rhein-Neckar Löwen seinen Kontakt bekommen und einfach gefragt. Oli hat sofort ja gesagt. Er ist trotz seiner Erfolge und seiner begrenzten Zeit als Teammanager der Nationalmannschaft und Sportlicher Leiter der Löwen unglaublich engagiert und hilfsbereit, was Handballprojekte, gerade auch im Breitensport, angeht.

Sie geben viele spannende und unterhaltsame Einblicke in den Alltag von Amateurhandballern. Haben Sie selbst durch Ihre Bucherfolge auch neue Einblicke bekommen?
Duhr: 
Reichlich, ja. Ich durfte viele spannende Persönlichkeiten kennenlernen. Darunter auch einige Profispieler und frühere Handballgrößen. Das ist für mich als Handball-Fan der Wahnsinn. Das Feedback der Amateure und auch der Profis, die mein Buch gelesen und sich dabei kaputtgelacht haben, ist Motivation pur. Kretzsche, Peke, Heiner Brand – diese Begegnungen, Kontakte oder manchmal auch nur kleinen Rückmeldungen über ein paar Ecken sind das, was mich anspornt.

www.handballhardcore-kreisklasse.de

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