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WUPPERTALS “MEISTER DER LINSE” SCHAUT VOM HIMMEL AUF SEINE STADT

Mit 80 Jahren ist Wuppertals wohl bekanntester Fotograf Kurt Keil in der Nacht von Samstag auf Sonntag (9. August) eingeschlafen. Damit verlor der von vielen als „Meister der Linse“ bezeichnete Keil zwar den Kampf gegen den Krebs schneller als gedacht, doch wurde er damit auch von seinen Leiden erlöst.

Noch vor einigen Wochen konnte der der Vohwinkeler seinen 80. Geburtstag im Kreise seiner Familie feiern. Sicherlich ein Ereignis, zu dem er lieber mit vielen Freunden persönlich angestoßen hätte, als aus der Ferne gefeiert zu werden. 

Ohne die Bilder von Kurt Keil, den viele einfach nur „Kuddi“ nannten, wären sicherlich viele Artikel in der WZ weniger interessant, die Sportmagazine Fußballreport und Bergische Handballzeitschrift seines Freundes Manfred Osenberg kaum so bunt gewesen. Keil, der sein Herz am rechten Fleck und auf der Zunge trug, war immer zu gewinnen, wenn es um „sein“ Wuppertal, dessen Geschichte(n) und Sport ging. So wirkte er auch bei Projekten von vielen seiner Journalisten-Kollegen wie Klaus Göntzsche, Jürgen Eschmann (✝), Peter Keller (✝) und Ernst Andreas Ziegler mit. Aber auch Wuppertals ersten Handball-Macher Kalla Scheer unterstützte „Kuddi“ als Freund mit seinen Bildern. Dabei war der Vohwinkeler über Dekaden hinweg der Mann hinter der Linse der politischen, sportlichen oder gesellschaftlichen Großereignisse der Stadt. Mit seinem 306 Seiten umfassenden Buch über den ehemaligen NRW-Landesvater und Bundespräsidenten „Johannes Rau in seinem Wuppertal“ brachte Kurt Keil 2009 gemeinsam mit Sigrid Born, der langjährigen Geschäftsführerin und Inhaberin des Familienunternehmens Born Verlag, sein Herzenswerk heraus. Es ist nur eine von vielen Veröffentlichungen.

Mit seiner knurrig-humorigen Art gehörte „Kuddi“ zu den ältesten und geschätztesten Mitgliedern des Vereins Bergische Sportpresse (VBS), auf dessen Reisen Keil immer für reichlich Spaß sorgte, weil ihm das fröhliche Miteinander immer am Herzen lag. 


Der leidenschaftliche Fotograf, der neben seiner Frau Grete, die erwachsenen Töchter Martina und Marion hinterlässt, sprühte bis zuletzt vor Ideen. Dem Schreiber dieses Nachrufs war Kurt Keil immer ein toller Gesprächspartner und hilfreicher Ratgeber. Ein verlässlicher Vereinskamerad. Ein treuer Freund eben! Mit dir lieber Kurt, verliert Wuppertal nicht nur einen tollen Fotografen, sondern ein Stück seines Blickwinkels in die Wuppertaler Geschichte, der allen fehlen wird. Die Veranstaltungen und Reisen des VBS werden sicherlich anders werden. Doch für einem kurzen Moment werden wir sicherlich alle mal nach oben schauen, weil wir wissen, dort steht der Meister der Linse bereit und drückt auf den Auslöser. Wie immer, aber doch anders.


Ruhe in Frieden alter Freund!

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